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Zwei Spiele in der Woche - zuerst mussten die Grasberger im Nachholspiel gegen den direkten Ligakonkurrenten SG Findorff ran und am Sonntagnachmittag im Lokalderby gegen die VSK Osterholz-Scharmbeck. Am Donnerstag trat der HVG im ersten Spiel nur mit einem Rumpfkader an, der aus 9 Spielern bestand. Allerdings sind aus diesem sowohl Cord Radeke, der gerade erst aus seiner zweimonatigen Verletzungspause zurückgekehrt ist, als auch Carsten Buschmann immer noch nicht Beschwerdefrei und Lennart  Iwen ist nur hilfsweise dabei, denn er war erkältungsbedingt angeschlagen. Die Gäste aus Findorff traten mit ihrem üblichen Stammkader an.

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Die Aufstellung des HV Grasberg war unerwartet, was dem minimalen Kader geschuldet war. Gespielt wurde mit Nico Schnaars auf Linksaußen und Mathis Thoden aus der A-Jugend auf Rechtsaußen. Der wesentlich besseren Start ins Spiel fand die Spielgemeinschaft. Obwohl die Abwehr auf der HVG-Seite eingestellt war, lief es im Angriffsspiel gar nicht rund. Dies verhalf den Findorffern sich von 3:5 über 5:8 auf 6:10 abzusetzen. Jürgen Stanek und Nico Schnakenberg entschieden sich für eine Auszeit, da die Spieler des HVG nicht ganz bei der Sache zu sein schienen. Die Auszeit wirkte Wunder und so kämpften sich die Grasberger bis zur Halbzeit auf 11 zu 11 heran. Auch das Team-Time-Out der SG unterbracht den Lauf nicht und deshalb wurde beim Unentschieden die Seiten gewechselt. Die Partie war nun wieder offen und alles möglich.

In der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch, den die Gastgeber in den ersten Minuten für sich in Anspruch nahmen. Doch die SG steckte nicht auf und erspielten sich einige hervorragende Bälle und setzten der Heimmannschaft erheblich zu, sodass es nach 46 Spielminuten 19:21 für die Gäste stand. Nach der Auszeit übernahmen die Hausherren wieder das Ruder und kamen auf 23:23 heran. Es waren noch 5 Minuten auf der Anzeigetafel und es versprach ein packendes Finale zu werden. In der 57. Minute setzte die SG einen Treffer und in der 59. Spielminute die Grasberger. Danach wurde um jeden Ball gefightet. Sieben Sekunden vor Spielende wurde dem Handballverein aus Grasberg noch ein 9-Meter zugesprochen. Hier hätte man sehr gut Martin Behrens in Szene setzen können, um diese Partie zu entscheiden, aber die Gastgeber haben nicht realisiert, dass das Spiel gleich zu Ende ist und so ließen sie die Chance einfach liegen. Am Ende können die Grasberger froh sein, dass sie diesen Punkt mitgenommen haben, denn es sah einige Male nicht so aus.

Der Punktgewinn hält zwar für beide Teams die Chance auf den ersten Tabellenplatz offen, aber die HSG Delmenhorst würde mit einem Sieg am Wochenende auf 3 Zähler davonziehen. "So richtig hat es keinen von uns etwas um den Titelkampf gebracht, außer der HSG", resümierte Carsten Buschmann dieses Ergebnis. Dennoch sind sich viele einig, dass dieses Spiel einen Kampf um die ersten drei Tabellenplätze widerspiegelt und auch dem Spiel sowie Saisonverlauf gerechtfertigt ist.

Gespielt haben:
Maik Wiggers TW, Torben Albers (6/4), Sven Schröder (5/3), Mathis Thoden(2), Carsten Buschmann (2), Nico Schnaars (1), Lennart Iwen, Cord Radeke (3), Martin Behrens (4)

 


 

Im zweiten Spiel der Woche musste der HVG gegen VSK Osterholz-Scharmbeck ran. "Diesen Gegner darf man nicht unterschätzen. Er steht zwar nur im unteren Tabellendrittel, hat aber immer wieder bewiesen, dass sie den Mannschaften aus der oberen Hälfte öfter Mal Schwierigkeiten bereiten", so Trainer Jürgen Stanek vor dem Spiel.

In den ersten 14 Spielminuten taten sich die Grasberger wie so häufig in der Saison sehr schwer. Man merkte den HVG-Spielern ihre Verunsicherung aus den letzten Partien an und so wurden wieder viele gute bis sehr gute Chancen leichterfertig vergeben, sodass es nach der ersten Viertelstunde nur 6 zu 7 stand. Es wurde eine Auszeit genommen und die zeigte abermals ihre Wirkung. In den darauffolgenden Minuten setzten sich die Gäste auf 9:13 ab. Trainer des VSK unterbrach den Lauf mit einem Team-Time-Out. Nach Wiederaufnahme des Spiels konnte sich das Schupp-Team auf 12 zu 14 bis zur Halbzeitpause herankämpfen.

Nachdem die Seiten gewechselt wurden, blieb das Spiel einige Zeit noch etwas offen. Doch mit zunehmender Spiellänge merkte man die Erschöpfung des Gastgebers an und so konnten sich der HVG von 15:17 über 17:21 auf 21:26 davonstehlen. In der letzten Viertelstunde waren das Auswärtsteam um Jürgen Stanek fitter und spielten sich einen Abstand von 26 zu 34 heraus. Bis 4 Minuten vor Spielende führten die Gäste sogar mit 10 Toren, aber die Gastgeber gaben sich damit nicht zufrieden und betrieben noch einmal etwas Torkosmetik, sodass im Endeffekt das Spiel beim Stand von 29 zu 37 abgepfiffen wurde. Es ist gut, wenn sich der Kader der Grasberger sich so langsam wieder etwas auffüllt - dann kann das Spiel deutlich schöner gestaltet werden. "Sven hat in der 2. Halbzeit eine enorme Leistungssteigerung gezeigt und hat das Team hervorragend angeführt und Nico Schnaars hat zu seiner alten Wurfstärke zurückgefunden", berichtete Jürgen Stanek, "Am Ende waren wir doch die dominantere Mannschaft und sind der Favoritenrolle gerecht geworden!" Der Titelkampf wurde unerwartet wieder offen gestaltet, da der TV Lilienthal auswärts die HSG Delmenhorst mit 22:20 bezwungen hat.

Mitgespielt haben:
Pascal Blöthe TW, Maik Wigger TW, Torben Albers (4/3), Sven Schröder (8/1), Mathis Iwen, Carsten Buschmann (1), Andreas Koppen (4), Nico Schnaars (11), Lennart Iwen (3), Cord Radeke (2), Martin Behrens (4)