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Am Sonntag Abend empfing der HV Grasberg den SV Hemelingen im 15 Saisonspiel in eigener Halle. Die Partie wurde pünktlich um 18:00h von den Unparteiischen angepfiffen. Jürgen Stanek setzte, wie im Hinspiel auch, auf eine sehr offensiv ausgerichtet 3:2:1-Abwehrformation, die nicht schlecht stand. Jedoch hat sich wieder einmal das Team um den Chefcoach der Grasberger schwer getan, um den Abschluss zu finden oder zu verwerten, sodass die Gäste ihre Chance witterten.

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So zog der SV Hemelingen in der Anfangsphase vom 3:4 auf ein 5:8 davon. Das HVG-Team brauchte wieder einmal etwas Nachhilfe und einen Motivationsschub mittels eines Team-Time-Outs, der aber nicht wirkte. Die Grasberg-Sieben stabilisierte sich zwar, rannten aber dem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Zum Glück nahmen die Gäste in der 24. Spielminute noch eine Auszeit. Die Vorgabe vom Trainer war, dass der Rückstand in der nächsten 6 Minuten bis zur Halbzeit ein Unentschieden auf der Anzeigentafel aufleuchten lässt. Daraufhin stellte Spielertrainer Carsten Buschmann eigenmächtig die Abwehrformation auf eine 6:0-Deckung um. Dies zeigte Wirkung, denn nun rannte auf einmal die Tormaschine der Grasberger los und hatte in den nächsten 3 Minuten einen 4:0-Lauf, sodass die Aufgabe mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt wurde. Dennoch waren die Männer noch weit weg von den wichtigen zwei Punkten im Aufstieg. Bis zum ertönen des Pausenpfiffs wurden noch drei weitere Tore geworfen. So ging es beim Stand von 12:12 in die Pause.

Jürgen Stanek war im erheblichen Maße unzufrieden mit der bisher gezeigten Leistung. Es musste mit mehr Spielwitz, Spaß, Einsatzwillen und Kampfgeist an das Spiel herangegangen werden. Des Weiteren stauchte er das Team zusammen, weil die Bereitschaft sich aufzuopfern für jeden im Team nicht gegeben war. Außerdem sei es wichtig, dass wir auch in so einem Spiel die 3:2:1-Abwehrformation beherrschen müssen. Daher stellte er diese wieder um. Auch wenn Spielertrainer Carsten Buschmann nicht zufrieden mit dieser Einschätzung war, folgte er der Ansage des Chefs. "Ich musste trotzdem Verbesserungen vornehmen, da ich der Meinung war, dass wir mehr Spritzigkeit im Innenblock brauchten!", so Carsten Buschmann nach dem Spiel. Er stellte sich seine Abwehr so zusammen, wie diese aus seiner Sicht am besten funktionieren sollte.

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Mit seiner Einschätzung behielt er recht, denn nun wurde deutlich besser agiert. Die Bälle wurden erobert und zudem sowohl in der ersten als auch zweiten Welle konsequent verwertet. Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gehörte ganz den Grasbergern, die sich Tor um Tor absetzen konnten. Die Anzeigetafel zeigte nun einen Spielstand, der für eines der Top-Drei-Teams der Liga gegen den Tabellenvorletzten erwartet wurde. Beim Stand von 21:13 in der 43. Spielminute nahmen die Gäste ihre zweite Auszeit. Man sah den Hemelingern an, dass nicht mehr so viel zusammenlief. Der HVG hatte die Favoritenrolle nun voll im Griff und zeigte, dass sie das besser Team sind. Inzwischen wurde fleißig rotiert und alle bekamen ihre Spielanteile. Mathis Iwen aus der männlichen A-Jugend feierte sein Debüt bei den 1. Herren. Ihm wurde eine freier Wurf von außenrechts gewährt, den er sauber oben in den langen Winkel zum 28:18 platzierte. Der Matchwinner in diesem Spiel war jedoch der ältere Bruder von Mathis Iwen. "Lennart hat seine beste Saisonleistung gezeigt und ist über sich hinausgewachsen", so sind sich Trainer und Spielertrainer einig. "Mit seinen 6 Toren kurz vor und nach der Halbzeit legte er den Grundstein für den Erfolg dieses Spiels! Aber auch Maik Wiggers hat die Grasberger Herren im Spiel gehalten. Von sechs 7-Metern hat er vier dieser Bälle und auch einen Nachwurfe pariert." Insgesamt haben die Grasberger das Spiel in der zweiten Halbzeit verdient in dieser Höhe gewonnen, auch wenn man nach Halbzeit eins nicht erkennen konnte, wer oben in der Tabelle steht.

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Gespielt haben: Pascal Blöthe TW (2 Paraden), Maik Wiggers TW (9 Paraden), Torben Albers, Sven Schröder (8), Carsten Buschmann (2), Andreas Koppen (1), Nico Schnaars (8), Lennart Iwen (6), Cord Radeke (5/1), Martin Behrens (2), Mathis Iwen (1)

Trainiert wurde das Team von Jürgen Stanek, der in der Halbzeitpause anscheinend die notwenigen Worte fand und das Team motvierte.