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Die letzten zwei Wochen waren für die 1. Herren spannend und aufreibend. Direkt hintereinander musste sich das Team über Chefcoach Behrens mit den Top-Clubs der Bremenliga messen. Die Vorbereitung auf die Spiele waren alles andere als optimal, da durch Krankheit, Verletzung und Arbeit einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Des Weiteren stand die Schiedsrichterprüfung auf dem Programm. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und auf eine spannende Zeit. Lasst euch nicht unterkriegen...

Bericht numero uno:

Am Samstagabend, den 09.02.2019 war die zweite Mannschaft der SG Arbergen-Mahndorf zu Gast in der Findorfhalle in Grasberg-Mitte. Rein tabellarisch versprach dieses Spiel tollen Handball, denn es standen sich der Erste und Zweite der Bremenliga gegenüber. Eine volle Tribüne und die daraus resultierende Stimmung komplettierten das Gesamtpaket, das Spiel konnte beginnen. Die Gäste traten mit einem Kader von 14 Mann an, die Heimmannschaft hatte 11 Spieler zur Verfügung. Die Schiedsrichter kamen vom Nachbarverein aus der Kreishauptstadt Osterholz-Scharmbeck.

Die Gasberger zeigten sich dabei anfangs fokussierter. In einer stabilen 6:0-Abwehr wurde mit einem sehr staken Torwart Maik Wiggers erstmal Beton angerührt. Die Angriffe wurden konzentriert mit Auftakthandlungen begonnen und dann bis zu klaren Wurfchancen durchgespielt, sodass den Gästen aus Bremen erst nach fast 9 gespielten Minuten der erste Treffer, zum 5:1 aus Grasberger Sicht, gelang. Nun wurde dieses Spiel zum erwarteten Kampf: Ein offener Schlagabtausch mit Treffern auf beiden Seiten und der dazugehörigen Härte. Die Schiedsrichter ließen dabei, aus Sicht der Gastgeber, zu viele Aktionen der SG unbestraft, was sich durch lautes Reklamieren von der Tribüne sowie der Ersatzbank äußerte. Diese Unruhe nutzten die Gäste, glichen bis zur Pause auf 12:12 aus und verschafften sich so eine neutrale Ausgangsposition für die zweite Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel bot sich dem Zuschauer dasselbe Bild. Grasberg konnte sich zwar immer etwas absetzen, doch die SG blieb ihnen dauerhaft auf den Fersen. Jede Führung schmolz binnen weniger Angriffe und so erkämpften sich die Gäste mit dem Tor zum 23:24 die erste Führung des Spiels. Die Grasberger versuchten nochmal Alles, doch der Torwart der SG zeigte sich in dieser Phase des Spiels als wichtiger Faktor. Sie kamen zwar nochmal auf ein Tor ran, aber die Gäste spielten die Uhr mit der nötigen Ruhe herunter. Bei dem Klang der Sirene zeigte die Anzeigetafel 26:27 an, dasselbe Ergebnis wie im Hinspiel, und löste auf der einen Seite freudigen Jubel, auf der anderen Fassungslosigkeit aus. Die Gastgeber mussten sich nach hartem Kampf und einigen unglücklichen Entscheidungen der Schiedsrichter auf beiden Seiten, den Gästen aus Bremen geschlagen geben. Am Ende konnte man die Fehler nur bei sich suchen. „Wir haben einfach zu viele freie Dinger verballert“, stellte HVG-Spieler Torben Albers nach Abpfiff ernüchtert fest. Der beste Werfer bei der SG Arbergen-Mahndorf war Hannes Mazur mit 7 Treffern, bei den Gastgebern netzte Nils Hansel 8-mal. Das harte Programm geht für die Grasberger jedoch gleich weiter: Am kommenden Freitag wartet auswärts die bisher ungeschlagene Zweitvertretung des Sportvereins aus Grambke-Oslebshausen.

Gespielt haben: Maik Wiggers TW (9 Paraden), Torben Albers, Mathis Iwen, Mathis Thoden, Nils Hansel (8/1), Sebastian Vetter (4), Nico Schnaars (7), Carsten Buschmann (1), Lennart Iwen, Chris Ohlrogge (6/1), Lasse Böttcher.
Gecoacht wurde das Team von Martin Behrens.

Bericht numero dos:

Am Freitag Abend, den 15.02.2019 fand das Nachholspiel der 1. Herren des HV Grasbergs auswärts beim bisher ungeschlagenen SVGO Bremen II. Beide Mannschaften traten mit einem breiten Kader und vielen Fans zum weiteren Spitzenspiel an. Für den HVG ist es ein entscheidendes Spiel um weiterhin im oberen Drittel der Tabelle mitspielen zu können. Leider hat es der Verband nicht geschafft bei diesem Spiel wieder ein erfahrenes Schiedsrichtergespann bereitzustellen. An dieser Stelle vielen Dank an die eingesprungenen Schiedsrichter Adrian Rüttierott (SVGO) und Jürgen Stanek (HVG), die sich dieser schwierigen Aufgabe annahmen.

Zwar haben die Gäste aus Grasberg das erste Tor erzielt, die spielbestimmende Mannschaft war jedoch die Zweitvertretung von SVGO. Insbesondere die gravierenden technischen Fehler der jungen Garde des HVGs, was vermutlich einer starken Eingewöhnung bei Spiel mit Haftmittel geschuldet ist, haben dem SVGO in die Hände gespielt. Die Grasberger kassierten im Gegenzug viele Tore, bei denen Angriff schon fast verteidigt war, der Ball dann aber doch noch im eigenen Tor landete. Im Angriff taten sich die Youngster sichtlich schwer überhaupt Torchancen rauszuspielen, hinzu kamen zu frühe unüberlegte Abschlüsse und Fehlpässe an den Kreis. So setzten sich die Gastgeber über ein 5:2 auf 8:3 in die 13 Spielminute ab. Behrens zog deswegen früh die grüne Karte, um schlimmeres zu verhindern. Die Köpfe der Gäste aus Grasberg hingen und die Motivation war im Keller. Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte das Spiel aus der vorangegangenen Woche gegen den Tabellenführer Arbergen-Mahndorf vergessen, aber irgendwie hing dieses Spiel noch nach. Doch die Ansprache vom Coach des HVGs hat Wirkung gezeigt und zudem wurde Lasse Böttcher auf die Halblinke Seite gegen den stark aufspielenden Nils Zittlosen in der Abwehr gestellt. Die gute Deckungsarbeit von Lasse Böttcher brachte den HVG wieder in die Spur und so wurde der Fünftore-Vorsprung bis zur Halbzeit auf 15:12 verkürzt. In den verbleibenden 18 Minuten der ersten Halbzeit wurde sogar ein Tor weniger kassiert als in den ersten 12 Minuten und im Angriff gelang es nun unter anderem auch durch herausgeholte 7-Meter Tore zu erzielen.

In der zweiten Halbzeit war es ein ausgeglichenes hartes, aber faires Spiel mit einem offenen Schlagabtausch. Die Heimmannschaft um den Trainer Jörg Rutenberg hielten die Grasberger aber bis zur 44 Spielminute auf der Dreitore-Distanz vor dem Seitenwechsel. Dann hatte jedoch der HVG sich in einen guten Rausch gespielt. Durch einen Rückraumwurf sowie Tempogegenstoß von Nico Schnaars, einem schnellen Außentreffer und im nächsten Angriff verwandelten 7-Meterstrafwurf von Nils Hansel, war das Spiel erstmals wieder ausgeglichen. Durch Sebastian Vetter vom HVG wurde dann der 5-0-Lauf von den Grasbergern komplettiert. Fortan war es ein Spiel auf Messerschneide für beide Teams. Keiner konnte sich vielversprechende Vorteile herausspielen. SVGO konnte sich dann 4 Minuten vor dem Ende noch einmal die Führung erspielen, doch die Grasberger konnte wieder Nachziehen und durch einen weiteren verwandelten 7-Strafwurf von Nils Hansel die Führung wiedererlangen. 30 Sekunden vor Spielende holte Spielmacher Carsten Buschmann den vorentscheidenen 7-Meter heraus und Nils Hansel traf abermals sicher. Stand 25:26 aus Sicht von SVGO. Nun zog der Gastgeber seine Team-Time-Out-Karte, um seinen letzten Trumpf auszuspielen. Die SVGO setzte alles auf einer Karte und brachten den siebten Feldspieler anstelle des Torwarts. Maik Wiggers parierte den Wurf mit einer genialen Parade und sicherte dem HVG die wichtigen Punkte. In einem alles andere als einfachen Spiel, konnte sich Grasberg durch eine starke Teamleistung am Ende mit dem Sieg belohnen. Es bleibt somit um die ersten drei Tabellenplätzen weiterhin extrem spannend. Die beste Ausgangslage haben nach wie vor der SVGO Bremen und die SG Arbergen-Mahndorf mit jeweils einer Niederlage. Dicht dahinter der SV Werder Bremen und HV Grasberg. 

Martin Behrens äußerte sich nach dem Spiel: „Nach dem der Druck in der Auszeit genommen wurde, wurde als Team aufgespielt und gekämpft. Es gleicht fast an ein Wunder, dass wir uns hier noch durchsetzten konnten. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“ Ähnliches sagte auch Spielmacher Carsten Buschmann und lobte die überragende Leistung von Maik Wiggers über das gesamte Spiel, aber insbesondere die Leistung aus der ersten Halbzeit. Er habe dem Team den Rückhalt gegeben, den es dringend brauchte.

Gespielt haben: Maik Wigger TW (11 Paraden und eine Megaparade), Torben Albers (4/3), Mathis Iwen, Mathis Thoden (1), Nils Hansel (5/3), Sebastian Vetter (3), Nico Schnaars (9), Carsten Buschmann, Lennart Iwen, Michel Richter, Henning Hilbert, Chris Ohlrogge (3), Lasse Böttcher (1)
Gecoacht wurde das Team überragend von Martin Behrens.